Hochtemperatur Wärmepumpe: Die Lösung für Altbauten mit klassischen Heizkörpern
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Wer in einem älteren Gebäude über den Austausch der Heizung nachdenkt, hört oft denselben Einwand: Eine Wärmepumpe funktioniere nur mit Fußbodenheizung und in gut gedämmten Häusern. Diese Aussage war vor einigen Jahren teilweise berechtigt, heute ist sie überholt. Die Hochtemperatur Wärmepumpe wurde genau für die Situation entwickelt, die Millionen von Eigentümern in Deutschland kennen: ein solides Bestandsgebäude, klassische Heizkörper, keine Flächenheizung und ein Heizsystem, das auf Vorlauftemperaturen von 60 Grad oder mehr ausgelegt ist.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie eine Hochtemperatur Wärmepumpe funktioniert, für welche Gebäude sie sich eignet, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten und wie Sie sich über die KfW einen Zuschuss von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten sichern. Genau bei diesem letzten Punkt setzt sofort-foerderung.de an: Wir begleiten Sie über den kompletten Förderantrag, von der ersten Prüfung bis zur Auszahlung, mit unseren zertifizierten Energieeffizienz-Experten.
Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hochtemperatur Wärmepumpe?
Eine Hochtemperatur Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die deutlich höhere Vorlauftemperaturen erreicht als Standardgeräte. Während klassische Luft Wasser Wärmepumpen effizient bis etwa 55 Grad Vorlauftemperatur arbeiten, liefern Hochtemperaturgeräte konstant 65 bis 75 Grad, einzelne Modelle sogar noch mehr. Damit erreichen sie das Temperaturniveau, das bisher Gas- und Ölkesseln vorbehalten war.
Das ist entscheidend, weil das Heizsystem eines Gebäudes auf eine bestimmte Vorlauftemperatur ausgelegt ist.
Ältere Heizkörper wurden häufig für 70 Grad Vorlauf dimensioniert. Sinkt die Temperatur des Heizwassers deutlich unter diesen Auslegungswert, geben die Heizkörper nicht mehr genug Wärme ab und die Räume bleiben an kalten Tagen zu kühl. Eine Standardwärmepumpe stößt in solchen Gebäuden an ihre Grenzen oder muss mit einem ineffizienten elektrischen Heizstab nachhelfen. Die Hochtemperatur Wärmepumpe löst dieses Problem, weil sie die vorhandenen Heizkörper einfach weiter mit dem gewohnten Temperaturniveau versorgt.
Für Sie als Eigentümer bedeutet das: Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist auch dann möglich, wenn Sie weder eine Fußbodenheizung nachrüsten noch alle Heizkörper austauschen möchten. Das Gebäude muss nicht vorab umfassend saniert werden, auch wenn eine bessere Dämmung den Stromverbrauch der Anlage natürlich weiter senkt.
Für welche Gebäude eignet sich eine Hochtemperatur Wärmepumpe?
Die typischen Einsatzfälle sind Bestandsgebäude, die vor den strengeren Wärmeschutzanforderungen errichtet wurden. Dazu gehören klassische Einfamilienhäuser aus den Fünfziger bis Achtzigerjahren, Mehrfamilienhäuser mit zentraler Wärmeverteilung und auch denkmalgeschützte Immobilien, bei denen eine Dämmung der Fassade oft gar nicht oder nur eingeschränkt möglich ist.
Eine Hochtemperatur Wärmepumpe ist dann die richtige Wahl, wenn mehrere der folgenden Punkte auf Ihr Gebäude zutreffen: Das Haus wird über klassische Heizkörper beheizt, die bestehende Heizung fährt Vorlauftemperaturen von deutlich über 55 Grad, eine umfassende energetische Sanierung ist kurzfristig nicht geplant oder baulich schwierig, und die Warmwasserbereitung soll ohne Komfortverlust weiterlaufen. Auch für die Trinkwasserhygiene ist das hohe Temperaturniveau ein Vorteil, denn Temperaturen über 60 Grad im Warmwasserspeicher lassen sich ohne zusätzlichen Heizstab erreichen.
Umgekehrt gilt: Wenn Ihr Gebäude bereits gut gedämmt ist oder eine Flächenheizung besitzt, ist eine Standardwärmepumpe meist die wirtschaftlichere Lösung. Ob Ihr Haus mit niedrigeren Vorlauftemperaturen auskommt, lässt sich übrigens einfach testen: Senken Sie an Ihrer bestehenden Heizung die Vorlauftemperatur im Winter probeweise auf 55 Grad ab. Bleiben die Räume auch an kalten Tagen warm, kommt auch ein Standardgerät infrage. Werden einzelne Räume nicht mehr richtig warm, spricht viel für die Hochtemperaturvariante oder für den gezielten Austausch einzelner Heizkörper.
Wie funktioniert die Technik hinter hohen Vorlauftemperaturen?
Das Grundprinzip bleibt dasselbe wie bei jeder Wärmepumpe: Ein Kältemittel nimmt Umweltwärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser auf, wird verdichtet und gibt die dabei entstehende Wärme an das Heizsystem ab. Der Unterschied liegt in der Art, wie das hohe Temperaturniveau erreicht wird.
Die meisten modernen Hochtemperatur Wärmepumpen setzen auf natürliche Kältemittel, allen voran Propan (R290). Propan erlaubt konstruktionsbedingt deutlich höhere Verdichtungstemperaturen als die früher üblichen synthetischen Kältemittel und erreicht so Vorlauftemperaturen von 70 Grad und mehr in einem einzigen Verdichtungsschritt. Alternativ arbeiten manche Hersteller mit Kaskadensystemen, bei denen zwei Kältekreise hintereinandergeschaltet werden: Der erste hebt die Temperatur auf ein mittleres Niveau, der zweite auf die gewünschte Endtemperatur. Auch CO2 kommt als Kältemittel zum Einsatz, vor allem wenn sehr hohe Warmwassertemperaturen gefragt sind.
Für die Förderung ist das Kältemittel ein wichtiges Detail, auf das wir weiter unten zurückkommen: Anlagen mit natürlichem Kältemittel erhalten bei der KfW einen zusätzlichen Effizienzbonus. Da die große Mehrheit der aktuellen Hochtemperaturgeräte mit Propan arbeitet, profitieren viele Eigentümer automatisch von diesem Bonus.
Ein physikalischer Zusammenhang bleibt allerdings bestehen: Je größer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Vorlauf, desto mehr Strom benötigt die Anlage. Eine Hochtemperatur Wärmepumpe, die dauerhaft 70 Grad liefert, arbeitet mit einer niedrigeren Jahresarbeitszahl als ein Standardgerät bei 45 Grad. In der Praxis wird deshalb eine intelligente Regelung eingesetzt, die die Vorlauftemperatur witterungsgeführt anpasst: Die vollen 70 Grad werden nur an den wenigen sehr kalten Tagen abgerufen, den Rest des Jahres läuft die Anlage mit deutlich niedrigeren Temperaturen und entsprechend effizienter.
Hochtemperatur Wärmepumpe oder Standardgerät: Was ist die bessere Wahl?
Diese Frage lässt sich nur mit Blick auf das konkrete Gebäude beantworten, und genau hier lohnt sich eine ehrliche Abwägung. Die Hochtemperatur Wärmepumpe punktet mit dem geringsten Eingriff in die Bausubstanz: Heizkörper bleiben, Rohrleitungen bleiben, der Warmwasserkomfort bleibt. Dem steht ein etwas höherer Anschaffungspreis und ein höherer Stromverbrauch gegenüber, solange das Gebäude ungedämmt bleibt.
Die Alternative besteht darin, ein Standardgerät einzubauen und gleichzeitig das Heizsystem anzupassen, etwa durch den Austausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper gegen größere Modelle oder Niedertemperaturheizkörper. Diese Variante senkt die benötigte Vorlauftemperatur und damit die laufenden Stromkosten. Die Kosten für den Heizkörpertausch sind dabei kein Nachteil bei der Förderung, denn notwendige Anpassungen am Wärmeverteilsystem zählen zu den förderfähigen Kosten des Heizungstauschs und werden mit demselben Fördersatz bezuschusst wie die Wärmepumpe selbst.
Häufig ist auch ein Mittelweg sinnvoll: eine Wärmepumpe mit hoher maximaler Vorlauftemperatur als Sicherheitsreserve, kombiniert mit dem Austausch der zwei oder drei kritischsten Heizkörper. Welche Variante für Ihr Gebäude wirtschaftlich am besten abschneidet, zeigt eine fundierte Heizlastberechnung durch das Fachunternehmen, idealerweise ergänzt um einen individuellen Sanierungsfahrplan, der die Heizung im Gesamtzusammenhang des Gebäudes betrachtet.
Was kostet eine Hochtemperatur Wärmepumpe?
Für ein typisches Einfamilienhaus sollten Sie für eine Hochtemperatur Luft Wasser Wärmepumpe inklusive Installation mit Gesamtkosten zwischen etwa 30.000 und 45.000 Euro rechnen. Der genaue Betrag hängt von der benötigten Heizleistung, dem Installationsaufwand, dem Pufferspeicher und den örtlichen Gegebenheiten ab. Erdwärmepumpen mit hoher Vorlauftemperatur liegen wegen der Erschließungskosten für die Wärmequelle darüber, arbeiten dafür aber im Betrieb effizienter.
Wichtig für Ihre Kalkulation: Förderfähig ist nicht nur das Gerät selbst, sondern die gesamte Maßnahme. Dazu gehören die Demontage und Entsorgung der alten Heizung, der hydraulische Abgleich, notwendige Anpassungen am Heizsystem wie neue Heizkörper oder Pufferspeicher sowie die Fachplanung. Diese Nebenkosten machen bei einer Wärmepumpeninstallation einen erheblichen Anteil aus, und genau deshalb ist es so wertvoll, dass sie in die Bemessungsgrundlage der Förderung einfließen.
Bei den laufenden Kosten gilt: Eine sauber geplante Hochtemperatur Wärmepumpe im ungedämmten Altbau erreicht realistische Jahresarbeitszahlen von etwa 2,5 bis 3,2. Ob sich der Betrieb gegenüber Gas oder Öl rechnet, hängt vom Strompreis, vom Wärmepumpentarif Ihres Versorgers und von der weiteren Entwicklung des CO2 Preises auf fossile Brennstoffe ab. In den meisten Konstellationen fällt die Rechnung über die Lebensdauer der Anlage zugunsten der Wärmepumpe aus, insbesondere wenn die Investition durch die Förderung deutlich reduziert wird.
Welche Förderung gibt es für eine Hochtemperatur Wärmepumpe?
Der Einbau einer Hochtemperatur Wärmepumpe im Bestandsgebäude wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude als Einzelmaßnahme (BEG EM) gefördert. Zuständig für den Heizungstausch bei Privatpersonen ist die KfW mit dem Zuschussprogramm Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (Zuschuss 458). Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
Die Grundförderung von 30 Prozent erhält jeder Eigentümer, unabhängig davon, ob das Gebäude selbst genutzt oder vermietet wird. Der Effizienzbonus von 5 Prozent kommt hinzu, wenn die Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel nutzt oder Erdreich, Wasser bzw. Abwasser als Wärmequelle erschließt. Da moderne Hochtemperatur Wärmepumpen überwiegend mit Propan arbeiten, erfüllen sehr viele Geräte diese Bedingung. Der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 Prozent wird gewährt, wenn selbstnutzende Eigentümer eine funktionstüchtige fossile Heizung austauschen, etwa eine Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung. Der Einkommensbonus von 30 Prozent steht selbstnutzenden Eigentümern mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von maximal 40.000 Euro zu.
Die Boni sind kombinierbar, der Fördersatz ist jedoch bei 70 Prozent gedeckelt. Als Bemessungsgrundlage gelten förderfähige Kosten von bis zu 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, bei Mehrfamilienhäusern erhöht sich dieser Betrag für jede weitere Wohneinheit. Im Maximalfall erhalten Sie für ein Einfamilienhaus also einen Zuschuss von 21.000 Euro. Selbst wer nur die Grundförderung und den Effizienzbonus erhält, spart bereits 10.500 Euro.
Voraussetzung ist, dass die Wärmepumpe die technischen Mindestanforderungen der Förderrichtlinie erfüllt und in der Liste der förderfähigen Wärmeerzeuger des BAFA geführt wird. Ihr Fachunternehmen prüft das im Rahmen der Angebotserstellung, und auch wir kontrollieren diesen Punkt, bevor der Antrag gestellt wird.
Zu diesen Anforderungen gehört eine rechnerisch nachgewiesene Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 bei Luft Wasser Wärmepumpen, bei Erd- und Wasserwärmepumpen liegt der Mindestwert höher. Wichtig zu wissen: Dieser Wert wird im Rahmen der Planung nach VDI 4650 für Ihr konkretes Gebäude berechnet und vom Fachunternehmen bzw. Energieeffizienz-Experten bestätigt, er ist also ein Planungswert und kein später gemessener Betriebswert. Gerade bei einer Hochtemperatur Wärmepumpe zeigt sich hier, warum eine sorgfältige Auslegung so entscheidend ist: Wird die Anlage unnötig auf dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen geplant, kann die rechnerische Jahresarbeitszahl unter die Fördergrenze rutschen.
Ihr Fachunternehmen prüft die Förderfähigkeit im Rahmen der Angebotserstellung, und auch wir kontrollieren diese Punkte, bevor der Antrag gestellt wird. Für Luft Wasser Wärmepumpen gelten zudem verschärfte Schallschutzanforderungen, die aktuelle Geräte namhafter Hersteller in der Regel erfüllen.
Ergänzend zum Zuschuss kann der verbleibende Eigenanteil über den zinsgünstigen KfW Ergänzungskredit finanziert werden. Und wer die Wärmepumpe in eine größere Sanierung einbettet, etwa zusammen mit neuen Fenstern oder einer Dachsanierung, kombiniert die Heizungsförderung mit den BAFA Zuschüssen für Maßnahmen an der Gebäudehülle.
So läuft der Förderantrag ab
Beim Förderantrag für eine Wärmepumpe entscheidet die richtige Reihenfolge über Erfolg oder Ablehnung. Der Antrag muss grundsätzlich vor dem Beginn des Vorhabens bei der KfW gestellt werden. Ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit dem Fachunternehmen darf zu diesem Zeitpunkt zwar bereits geschlossen sein, er muss dann aber eine aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten, die den Vertrag an die Förderzusage knüpft. Fehlt diese Klausel und wurde der Vertrag vor der Antragstellung unterschrieben, gilt das Vorhaben als begonnen und der Förderanspruch ist verloren.
Damit Ihnen genau das nicht passiert, stellen wir Ihnen eine geprüfte Vorlage für einen Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung kostenlos zur Verfügung. Sie finden die Vorlage zusammen mit weiteren Checklisten, etwa der Fördermittel Checkliste zur strukturierten Vorbereitung Ihres Vorhabens und der Checkliste für den Förderantrag, in unserem Downloadbereich. Alle Dokumente können Sie als PDF herunterladen, digital ausfüllen oder ausdrucken und direkt mit Ihrem Fachunternehmen verwenden.
Der Ablauf im Überblick: Zunächst erstellt das Fachunternehmen oder ein Energieeffizienz-Experte auf Basis der geplanten Maßnahme die Bestätigung zum Antrag (BzA) mit der zugehörigen BzA-ID. Mit dieser ID stellen Sie den Antrag im Kundenportal der KfW. Nach positiver Prüfung erhalten Sie den Zuwendungsbescheid, und ab diesem Zeitpunkt stehen 36 Monate Bewilligungszeitraum für die Umsetzung zur Verfügung. Nach Abschluss der Installation reichen Sie den Verwendungsnachweis mit der Bestätigung nach Durchführung, den Rechnungen und Zahlungsbelegen ein, anschließend wird der Zuschuss auf Ihr Konto ausgezahlt.
Genau diesen Prozess nehmen wir Ihnen bei sofort-foerderung.de vollständig ab. Sie füllen einmalig unser Formular aus, danach kümmern wir uns um alles Weitere: die Prüfung der Fördervoraussetzungen, die Abstimmung mit Ihrem Fachunternehmen, die korrekte Vertragsgestaltung mit aufschiebender Bedingung, die Begleitung bei der Antragstellung und die Begleitung bis zur Auszahlung. Unser dena gelisteter Energieeffizienz-Experte Armin Sukalic ist dabei durchgehend eingebunden, sodass fachliche Fragen zur Anlagenauslegung, zur Förderfähigkeit des Geräts und zum Nachweisverfahren aus einer Hand beantwortet werden.
Häufige Fehler bei Planung und Antrag
Aus der täglichen Antragspraxis kennen wir die Stolpersteine, die Eigentümer immer wieder Geld kosten. Der mit Abstand teuerste Fehler ist der voreilige Vertragsabschluss ohne Förderklausel, denn er lässt sich nachträglich nicht heilen. Ebenfalls häufig: Es wird ein Gerät bestellt, das nicht in der BAFA Liste der förderfähigen Wärmeerzeuger steht, oder die Heizlastberechnung fehlt und die Anlage wird zu groß dimensioniert. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig, verschleißt schneller und verbraucht unnötig Strom.
Ein weiterer Klassiker betrifft die Boni: Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt voraus, dass die alte Heizung funktionstüchtig ist und die Bedingungen an Alter und Energieträger erfüllt sind. Wer hier falsche Angaben macht oder die Nachweise nicht sauber dokumentiert, riskiert Rückforderungen. Beim Einkommensbonus wiederum scheitern Anträge oft an unvollständigen Einkommensteuerbescheiden der relevanten Jahre. Und schließlich wird der hydraulische Abgleich gelegentlich als lästige Formalie behandelt, dabei ist er verpflichtender Bestandteil der Förderung und zugleich die Grundlage für einen effizienten Betrieb, gerade bei einer Hochtemperatur Wärmepumpe, die von jeder Absenkung der Vorlauftemperatur profitiert.
Einschätzung aus der Praxis
"Ob eine Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung funktioniert, ist die häufigste Frage, die ich höre. In neun von zehn Fällen lautet die Antwort ja, oft dank Hochtemperaturtechnik. Entscheidend ist, dass die Anlage die hohen Vorlauftemperaturen nur an wirklich kalten Tagen abruft, das senkt die Stromkosten spürbar. Und beim Förderantrag gilt: erst die Reihenfolge klären, dann unterschreiben."
Armin Sukalic - Energieeffizienz-Experte
Häufig gestellte Fragen zur Hochtemperatur Wärmepumpe
Erreicht eine Hochtemperatur Wärmepumpe auch bei Minusgraden ihre volle Leistung?
Moderne Hochtemperaturgeräte mit Propan als Kältemittel liefern ihre hohen Vorlauftemperaturen auch bei zweistelligen Minusgraden, allerdings sinkt die Effizienz mit fallender Außentemperatur, weil der Temperaturhub größer wird. Seriöse Hersteller weisen in ihren Datenblättern aus, welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur ohne Zuschalten des Heizstabs erreicht wird. Achten Sie bei der Auswahl auf den Betriebspunkt bei minus 10 Grad Außentemperatur, denn dieser Wert entscheidet darüber, ob die Anlage in einer Kältephase allein durchheizt. Ein korrekt dimensioniertes Gerät kommt in Deutschland an fast allen Tagen des Jahres ohne elektrische Zusatzheizung aus.
Kann ich eine Hochtemperatur Wärmepumpe mit meiner bestehenden Photovoltaikanlage kombinieren?
Ja, und die Kombination ist ausdrücklich sinnvoll. Über eine sogenannte SG Ready Schnittstelle, die bei förderfähigen Wärmepumpen verpflichtend vorhanden ist, kann die Wärmepumpe gezielt dann laufen, wenn Ihre Photovoltaikanlage Überschussstrom produziert. Die Anlage heizt in diesen Zeiten den Pufferspeicher oder den Warmwasserspeicher auf ein höheres Temperaturniveau auf und nutzt die gespeicherte Wärme später. Gerade bei Hochtemperaturgeräten funktioniert diese thermische Speicherung gut, weil der Speicher mit höheren Temperaturen beladen werden kann und somit mehr Energie aufnimmt. Der Eigenverbrauchsanteil Ihrer Photovoltaikanlage steigt, die Stromkosten für den Wärmepumpenbetrieb sinken.
Wie laut ist eine Hochtemperatur Wärmepumpe und was muss ich beim Aufstellort beachten?
Die Schallemissionen hängen vom Modell und weniger vom Temperaturniveau ab. Für die Förderung von Luft Wasser Wärmepumpen gelten verschärfte Anforderungen an die Geräuschentwicklung, die deutlich unter den europäischen Grenzwerten liegen, sodass förderfähige Geräte grundsätzlich zu den leiseren am Markt gehören. Unabhängig davon sollten Sie beim Aufstellort die Abstände zum Nachbargrundstück gemäß den landesrechtlichen Vorgaben einhalten und schallharte Ecken zwischen zwei Wänden vermeiden, weil diese den Schall reflektieren und verstärken. Ein Aufstellort mit freier Abstrahlung, ein schwingungsentkoppeltes Fundament und der Nachtmodus des Geräts sorgen in der Praxis dafür, dass die Anlage im Alltag kaum wahrnehmbar ist.
Verliere ich die Förderung, wenn meine alte Heizung vor der Antragstellung kaputtgeht?
Nein, für diesen Fall gibt es eine praxistaugliche Lösung. Bei einem irreparablen Heizungsdefekt dürfen Sie eine provisorische Lösung nutzen, etwa eine gebrauchte oder gemietete Übergangsheizung, und den Förderantrag für die neue Wärmepumpe regulär stellen. Wichtig bleibt auch im Havariefall die Reihenfolge: Der Vertrag über die neue Wärmepumpe braucht die aufschiebende oder auflösende Bedingung, und der Antrag muss vor dem Beginn der eigentlichen Maßnahme bei der KfW eingehen. Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt allerdings eine funktionstüchtige Altanlage voraus, weshalb sich bei einer bereits angeschlagenen Heizung ein vorausschauender Austausch lohnt, bevor der Totalausfall eintritt.
Lohnt sich ein individueller Sanierungsfahrplan, wenn ich nur die Heizung tauschen möchte?
Auch wenn der iSFP Bonus von 5 Prozent nur für Maßnahmen an der Gebäudehülle und der Anlagentechnik gilt und nicht für den Heizungstausch selbst, ist der individuelle Sanierungsfahrplan beim Einbau einer Hochtemperatur Wärmepumpe oft eine kluge Investition. Er zeigt Ihnen, welche Dämmmaßnahmen die benötigte Vorlauftemperatur in den kommenden Jahren senken würden und in welcher Reihenfolge sich die Schritte wirtschaftlich am meisten lohnen. Jede spätere Verbesserung der Gebäudehülle macht Ihre Wärmepumpe effizienter, ohne dass die Anlage getauscht werden muss. Zudem sichert Ihnen der iSFP für alle künftigen Einzelmaßnahmen an Fenstern, Dach oder Fassade den Bonus und eine erhöhte Bemessungsgrundlage. Die Erstellung wird ihrerseits staatlich bezuschusst, und über sofort-foerderung.de können Sie die iSFP Erstellung durch unsere Energieeffizienz-Experten direkt anfragen.
Fördermittel einfach und sicher beantragen
Die richtige Förderung zu finden ist oft nur der erste Schritt. Entscheidend ist, dass der Antrag vollständig, korrekt und rechtzeitig gestellt wird, damit Sie die möglichen Zuschüsse auch tatsächlich erhalten.
Genau dabei unterstützen wir Sie.
Über unser Formular können Sie schnell und unkompliziert prüfen lassen, welche Fördermittel für Ihr Vorhaben infrage kommen. Unsere Experten begleiten Sie bei Bedarf durch den gesamten Prozess, von der Förderprüfung bis zur Antragstellung.
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