Renovierungskosten Rechner: So kalkulieren Sie Ihre Renovierung realistisch
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Update zur BEG-Reform: Dieser Beitrag wurde vollständig an die neuen Förderbedingungen angepasst. Alle Fördersätze, Boni und Höchstbeträge entsprechen dem aktuellen Stand. Fachlich geprüft von Armin Sukalic (B. Eng.), zertifizierter Energieeffizienz-Experte.
zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2026
Wer eine Renovierung plant, sucht meist als Erstes nach einem Renovierungskosten Rechner. Der Wunsch dahinter ist verständlich: Bevor Handwerker beauftragt werden, soll klar sein, welche Summe am Ende auf der Rechnung steht. Online Rechner liefern dafür eine erste Orientierung, mehr aber auch nicht. Die Ergebnisse weichen in der Praxis oft um 20 bis 30 Prozent von den tatsächlichen Kosten ab, weil weder der Zustand des Gebäudes noch die regionalen Handwerkerpreise berücksichtigt werden.
Dieser Ratgeber gibt Ihnen deshalb alles an die Hand, was ein guter Rechner können müsste: verlässliche Kostenkennwerte für alle wichtigen Maßnahmen, einen klaren Rechenweg, ein vollständig durchgerechnetes Praxisbeispiel und den einen Rechenschritt, den fast jeder Renovierungskosten Rechner auslässt: die staatliche Förderung. Je nach Maßnahme übernimmt der Staat 15 bis 80 Prozent der Kosten. Genau darauf hat sich sofort-foerderung.de spezialisiert: Mit dem Förderrechner sehen Sie in wenigen Minuten, welche Zuschüsse für Ihr Vorhaben möglich sind, und auf Wunsch übernimmt sofort-foerderung.de anschließend die komplette Antragstellung.
Inhaltsverzeichnis
Was ein Renovierungskosten Rechner leistet und wo er an seine Grenzen kommt
Renovierungskosten im Überblick: Kostentabelle für die wichtigsten Maßnahmen
Renovierungskosten selbst berechnen: Anleitung in vier Schritten
Praxisbeispiel: komplette Kostenrechnung für ein Einfamilienhaus
Der Rechenschritt, den fast jeder Renovierungskosten Rechner auslässt: die Förderung
Renovierung oder energetische Sanierung: Warum diese Unterscheidung Ihr Budget verändert

Was ein Renovierungskosten Rechner leistet und wo er an seine Grenzen kommt
Die meisten Renovierungskosten Rechner im Internet funktionieren nach demselben Prinzip: Sie geben die Wohnfläche ein, wählen einige Maßnahmen aus, und das Tool multipliziert diese Angaben mit hinterlegten Durchschnittswerten. Für eine allererste Größenordnung ist das durchaus brauchbar. Wer wissen möchte, ob sein Vorhaben eher bei 30.000 oder eher bei 100.000 Euro liegt, bekommt eine schnelle Antwort.
Verlässlich planen lässt sich damit allerdings nicht, und das aus drei Gründen. Erstens kennt kein Rechner den Zustand Ihres Gebäudes. Ob hinter der Tapete intakter Putz oder feuchtes Mauerwerk liegt, ob die Elektrik noch zeitgemäß ist oder komplett erneuert werden muss, entscheidet über mehrere zehntausend Euro. Zweitens schwanken Handwerkerpreise regional erheblich, teilweise um 30 Prozent und mehr zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen. Und drittens, das ist der größte blinde Fleck: Nahezu kein Rechner berücksichtigt, dass ein erheblicher Teil der Kosten durch staatliche Zuschüsse gedeckt werden kann.
Daraus ergibt sich eine einfache Grundregel: Nutzen Sie Kennwerte und Rechner für die Größenordnung, konkrete Handwerkerangebote für die Verlässlichkeit und die Förderung für die Frage, was Sie am Ende tatsächlich selbst bezahlen. Alle drei Ebenen finden Sie in diesem Beitrag.
Wie viel Förderung steckt in Ihrer Renovierung? Bevor Sie mit konkreten Zahlen kalkulieren, lohnt ein Blick auf die andere Seite der Rechnung. Der Förderrechner von sofort-foerderung.de zeigt Ihnen in wenigen Minuten, welche Zuschüsse für Ihre geplanten Maßnahmen möglich sind. Kostenlos und unverbindlich.
Renovierungskosten im Überblick: Kostentabelle für die wichtigsten Maßnahmen
Die folgende Tabelle ersetzt Ihnen den Renovierungskosten Rechner für die Praxis. Die Werte sind Bruttopreise inklusive Material und Einbau durch den Fachbetrieb. Nutzen Sie den unteren Wert für einfache Ausführungen in gutem Bestand, den oberen für gehobene Qualität oder schwierige Altbausituationen.
Maßnahme | Typische Kosten | Bezugsgröße | Staatlich förderfähig? |
Malerarbeiten innen | 10 bis 25 € | pro m² Wandfläche | Steuerbonus für Handwerkerkosten oder in Kombination mit Fassadendämmung förderfähig |
Bodenbelag erneuern (Laminat bis Parkett) | 40 bis 120 € | pro m² Bodenfläche | Steuerbonus für Handwerkerkosten oder in Kombination mit innenseitiger Dämmung der Kellerdecke förderfähig |
Innentür austauschen | 300 bis 600 € | pro Tür | Nein |
Elektroinstallation erneuern | 80 bis 120 € | pro m² Wohnfläche | Nein |
Badsanierung komplett | 3.000 bis 5.000 € | pro m² Badfläche | Nein, nur Steuerbonus |
700 bis 1.200 € | pro Fenster | Ja, BAFA Zuschuss 15 bis 20 % | |
2.500 bis 5.000 € | pro Tür | Ja, BAFA Zuschuss 15 % | |
Dämmung oberste Geschossdecke | 30 bis 70 € | pro m² Deckenfläche | Ja, BAFA Zuschuss 15 % |
50 bis 100 € | pro m² Dachfläche | Ja, BAFA Zuschuss 15 % | |
100 bis 250 € | pro m² Fassadenfläche | Ja, BAFA Zuschuss 15 % | |
25.000 bis 40.000 € | pro Anlage | Ja, KfW Zuschuss bis 80 % |
Für eine schnelle Gesamteinschätzung haben sich außerdem folgende Faustwerte pro Quadratmeter Wohnfläche bewährt: Eine einfache Renovierung mit Malerarbeiten, Böden und kleineren Reparaturen liegt bei etwa 100 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Eine umfassende Modernisierung mit Bad, Elektrik und einzelnen energetischen Maßnahmen bewegt sich zwischen 400 und 800 Euro. Eine Kernsanierung, bei der das Gebäude bis auf die Grundsubstanz erneuert wird, beginnt bei etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter und kann diesen Wert deutlich übersteigen.
Gut zu wissen: Die Spalte ganz rechts ist für Ihre Kalkulation entscheidend. Bei allen Maßnahmen an der Gebäudehülle und an der Heizung bezahlt der Staat mit. Und selbst bei nicht förderfähigen Arbeiten wie dem Bad lassen sich 20 Prozent der Arbeitskosten, bis zu 1.200 Euro pro Jahr, als Handwerkerleistung von der Steuer abziehen.
Renovierungskosten selbst berechnen: Anleitung in vier Schritten
Mit der Kostentabelle können Sie Ihre Renovierung genauer kalkulieren als jeder pauschale Online Rechner. Gehen Sie dabei so vor:
Schritt 1: Maßnahmen und Flächen erfassen. Gehen Sie Raum für Raum durch das Gebäude und notieren Sie, was gemacht werden soll. Messen Sie die relevanten Flächen: Wandflächen für Malerarbeiten, Bodenflächen für Beläge, Anzahl und ungefähre Größe der Fenster. Diese halbe Stunde Arbeit ist die Grundlage für alles Weitere.
Schritt 2: Kennwerte multiplizieren. Rechnen Sie jede Maßnahme mit den Werten aus der Tabelle durch. Wählen Sie bewusst: Bei einem gepflegten Haus aus den Neunzigerjahren dürfen Sie eher am unteren Rand kalkulieren, bei einem Altbau mit unbekanntem Zustand gehört der obere Wert in die Rechnung.
Schritt 3: Nebenkosten und Puffer addieren. Zu den reinen Handwerkerkosten kommen fast immer weitere Posten: Gerüst und Baustelleneinrichtung, Entsorgung von Altmaterial, gegebenenfalls Planungskosten. Kalkulieren Sie dafür pauschal 10 bis 15 Prozent zusätzlich. Darauf setzen Sie einen Puffer von weiteren 10 bis 20 Prozent für Unvorhergesehenes, im Altbau eher 20.
Schritt 4: Förderung und Steuerbonus gegenrechnen. Erst dieser Schritt zeigt Ihre tatsächliche finanzielle Belastung. Bei energetischen Maßnahmen ziehen Sie den jeweiligen Zuschuss ab, bei rein optischen Arbeiten den möglichen Steuerbonus auf die Arbeitskosten. Wie das konkret aussieht, zeigt das folgende Praxisbeispiel.
Häufiger Fehler: Viele Eigentümer kalkulieren mit Materialpreisen aus dem Baumarkt und unterschätzen die Gesamtkosten dadurch massiv. In der Praxis machen die Arbeitskosten je nach Gewerk 50 bis 60 Prozent der Rechnung aus. Wer 3.000 Euro für Parkett einplant, sollte für das verlegte Ergebnis eher mit 6.000 bis 7.000 Euro rechnen. Kalkulieren Sie deshalb immer mit Komplettpreisen inklusive Einbau, so wie in der Tabelle oben.
Praxisbeispiel: komplette Kostenrechnung für ein Einfamilienhaus
Wie sich diese Schritte in der Realität anfühlen, zeigt ein typisches Beispiel aus der Praxis:
Ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche, gebaut Mitte der Achtzigerjahre. Die Eigentümer möchten das Haus umfassend auf den aktuellen Stand bringen.
Maßnahme | Kalkulierte Kosten |
Badsanierung komplett (7 m²) | 24.500 € |
Malerarbeiten und neue Böden im ganzen Haus | 14.000 € |
15 Fenster austauschen | 16.500 € |
Neue Haustür | 4.000 € |
Dämmung der obersten Geschossdecke | 6.000 € |
Alte Gasheizung raus, Wärmepumpe rein | 32.000 € |
Gesamtkosten | 97.000 € |
Eine beachtliche Summe, und genau hier würde ein gewöhnlicher Renovierungskosten Rechner aufhören. Die eigentlich interessante Rechnung beginnt aber erst jetzt, denn vier der sechs Positionen sind förderfähig:
Förderfähige Maßnahme | Kosten | Zuschuss | Betrag |
Fenster | 16.500 € | 15 % | 2.475 € |
Haustür | 4.000 € | 15 % | 600 € |
Dämmung Geschossdecke | 6.000 € | 15 % | 900 € |
Wärmepumpe | 32.000 € (förderfähig: 28.000 €) | 46 % | 12.880 € |
Summe Zuschüsse | 16.855 € |
(Wärmepumpe: 30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus. Erfüllt der Haushalt zusätzlich die Voraussetzungen für den neuen gestaffelten Einkommensbonus, sind bei der Wärmepumpe sogar bis zu 22.400 Euro möglich. Der iSFP-Bonus entfällt bei den drei Einzelmaßnahmen, weil sie zusammen unter 30.000 Euro liegen.)
Aus 97.000 Euro werden damit rund 80.000 Euro tatsächliche Belastung. Zusätzlich können die Eigentümer die Arbeitskosten der Badsanierung und der Malerarbeiten anteilig über den Handwerkerbonus steuerlich geltend machen. Der Unterschied zwischen der reinen Kostenrechnung und der Rechnung nach Förderung beträgt in diesem Beispiel also mehr als 20.000 Euro. Geld, das viele Eigentümer verschenken, weil sie die Anträge scheuen oder schlicht nicht kennen.
Knapp 17.000 Euro Zuschuss, ohne Papierkram: Im Beispiel oben stecken vier verschiedene Förderanträge bei zwei Behörden. Genau das nimmt Ihnen sofort-foerderung.de ab: Sie reichen Ihre Unterlagen digital ein, die Antragstellung übernimmt der Experte. Bezahlt wird erst bei erfolgreicher Förderzusage.
Der Rechenschritt, den fast jeder Renovierungskosten Rechner auslässt: die Förderung
Damit Sie diesen Schritt für Ihr eigenes Vorhaben korrekt rechnen können, hier die Systematik im Überblick. Die staatliche Förderung für Bestandsgebäude läuft über die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, und teilt sich in zwei Zuständigkeiten.
Maßnahmen an der Gebäudehülle laufen über das BAFA. Dazu gehören Fenster, Außentüren, Dämmung von Dach, Fassade und Geschossdecken sowie sommerlicher Wärmeschutz. Der Zuschuss beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten, mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) sind 5 Prozentpunkte zusätzlich möglich, seit der BEG Reform allerdings erst ab der zweiten signifikanten Maßnahme aus dem Fahrplan und nur für den Kostenanteil oberhalb von 30.000 Euro. Förderfähig sind bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit und Jahr (bei Mehrfamilienhäusern ab der zweiten Wohneinheit gestaffelt), mit iSFP verdoppelt sich dieser Rahmen voraussichtlich auf 60.000 Euro. Der Ablauf ist klar geregelt: Sie holen ein Angebot ein und schließen einen Vertrag mit Förderbedingung ab, also mit einer Klausel, dass der Vertrag nur bei bewilligter Förderung wirksam wird. Ein Energieeffizienz-Experte erstellt die technische Projektbeschreibung (TPB), anschließend wird der Antrag im BAFA Portal gestellt, und zwar zwingend vor Beginn der Arbeiten. Nach der Umsetzung folgt der Verwendungsnachweis mit den Rechnungen und dem technischen Projektnachweis (TPN), danach wird der Zuschuss ausgezahlt. Das klingt nach viel Bürokratie, muss es für Sie aber nicht sein: Genau diesen kompletten Ablauf übernimmt sofort-foerderung.de vollumfänglich für Sie, von der technischen Projektbeschreibung über die Antragstellung im BAFA Portal bis zum Verwendungsnachweis. Sie reichen lediglich Ihre Unterlagen digital ein, alles Weitere wird für Sie erledigt.
Der Heizungstausch läuft über die KfW. Hier sind je nach Konstellation bis zu 80 Prozent Zuschuss möglich: 30 Prozent Grundförderung, dazu Boni für den Austausch alter fossiler Heizungen und für Haushalte mit geringerem Einkommen. Der Prozess ist etwas anspruchsvoller als beim BAFA, unter anderem weil eine Bestätigung zum Antrag benötigt wird und die Reihenfolge der Schritte exakt eingehalten werden muss. Bei sofort-foerderung.de werden Kunden durch diesen gesamten Prozess begleitet, unsere Energieeffizienz-Experten sind dabei immer eingebunden.
Alle seit der Reform geltenden Konditionen und Stichtage finden Sie in unserem Überblick zur BEG Reform.
Wichtig für Ihre Kalkulation: Die Förderung ist an technische Mindestanforderungen geknüpft. Neue Fenster müssen beispielsweise einen Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) erreichen. Das erfüllt gute Dreifachverglasung problemlos, es bedeutet aber auch, dass das billigste Angebot nicht automatisch das wirtschaftlichste ist. Ein förderfähiges Fenster mit 15 Prozent Zuschuss kostet unter dem Strich oft weniger als ein einfacheres Modell ohne Förderung.
Einschätzung aus der Praxis
"In meiner täglichen Arbeit sehe ich immer wieder Eigentümer, die ihre Renovierung auf den Euro genau durchkalkuliert haben, aber die Förderung komplett vergessen. Das sind bei einem typischen Einfamilienhaus schnell 15.000 bis 25.000 Euro, die einfach liegen bleiben. Mein Rat: Rechnen Sie die Förderung von Anfang an in Ihr Budget ein, aber unterschreiben Sie niemals einen Auftrag, bevor der Antrag gestellt ist."
Armin Sukalic - Energieeffizienz-Experte
Häufiger Fehler: Der teuerste Fehler in der gesamten Renovierungsplanung ist die falsche Reihenfolge. Wer den Handwerker beauftragt oder die Arbeiten beginnen lässt, bevor der Förderantrag gestellt ist, verliert den Anspruch vollständig und unwiderruflich. Vermeiden lässt sich das ganz einfach: Angebot einholen, Vertrag nur mit Förderbedingung unterschreiben, Antrag stellen, erst dann loslegen.
Renovierung oder energetische Sanierung: Warum diese Unterscheidung Ihr Budget verändert
Umgangssprachlich wird beides in einen Topf geworfen, für Ihre Kostenrechnung macht die Unterscheidung aber tausende Euro aus. Eine Renovierung im engeren Sinn stellt den ursprünglichen Zustand wieder her oder verschönert ihn: streichen, tapezieren, Böden erneuern, das Bad modernisieren. Diese Arbeiten werden nicht bezuschusst, hier bleibt nur der Steuerbonus auf Handwerkerleistungen. Eine energetische Sanierung verbessert dagegen den energetischen Zustand des Gebäudes: Dämmung, Fenster, Türen, Heizung, Lüftung. Genau diese Maßnahmen fördert der Staat mit 15 bis 80 Prozent.
Für die Planung ergibt sich daraus eine wertvolle Strategie: Wer ohnehin renoviert, sollte prüfen, ob sich energetische Maßnahmen sinnvoll kombinieren lassen. Das Paradebeispiel ist die Fassade. Steht das Gerüst für einen neuen Anstrich bereits, sind die Mehrkosten für eine Dämmung deutlich geringer, als wenn beides getrennt beauftragt wird. Und die Dämmung bringt den Zuschuss gleich mit. Ähnliches gilt für das Dach: Wer neu eindecken lässt, sollte die Dämmung im selben Zug mitdenken.
Einschätzung aus der Praxis: In der Beratung bei sofort-foerderung.de zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Viele Eigentümer fragen erst nach der Förderung, wenn die Renovierung schon läuft oder gerade abgeschlossen ist. Besonders ärgerlich ist das bei Fassaden, die frisch gestrichen wurden, ohne die Dämmung mitzudenken. Das Gerüst stand bereits, die Chance ist vertan, und eine spätere Dämmung kostet die Gerüstmiete ein zweites Mal. Ebenfalls häufig: die Annahme, dass sich Förderanträge erst bei sehr großen Projekten lohnen. Tatsächlich ist schon der Austausch weniger Fenster förderfähig, und der Zuschuss übersteigt den Aufwand für den Antrag um ein Vielfaches. Wer früh fragt, spart am meisten.
Typische Kostenfallen und wie Sie Ihr Budget schützen
Auch die sorgfältigste Kalkulation kann in der Praxis kippen, wenn typische Kostenfallen übersehen werden.
Diese Punkte gehören auf Ihre Checkliste:
Verdeckte Schäden im Bestand: Feuchtigkeit im Mauerwerk, marode Leitungen oder Schadstoffe wie Asbest in Gebäuden aus den Sechziger- und Siebzigerjahren tauchen erst auf, wenn geöffnet wird. Der Puffer aus Schritt 3 ist genau dafür da.
Gerüst, Baustelleneinrichtung und Entsorgung: Diese Posten fehlen in vielen Angeboten oder stehen im Kleingedruckten. Fragen Sie explizit nach, ob sie enthalten sind.
Eigenleistung überschätzt: Selbst anpacken spart Geld, aber nur bei Arbeiten, die man wirklich beherrscht. Nacharbeiten durch den Profi kosten oft mehr als die direkte Beauftragung.
Unvollständige Angebote: Vergleichen Sie nie nur die Endsumme, sondern die Leistungsverzeichnisse. Das günstigste Angebot lässt häufig Positionen weg, die später als Nachtrag teuer werden.
Förderfristen ignoriert: Mit förderfähigen Arbeiten darf erst nach Antragstellung begonnen werden. Planen Sie die Bearbeitungszeit in Ihren Zeitplan ein, statt unter Termindruck auf den Zuschuss zu verzichten.
Unser Tipp: Holen Sie für jedes größere Gewerk drei Angebote ein und lassen Sie sich alle Positionen einzeln ausweisen, inklusive Gerüst, Entsorgung und Anfahrt. Der Vergleich auf Positionsebene deckt Lücken auf, die beim Blick auf die Endsumme unsichtbar bleiben. Bei förderfähigen Maßnahmen achten Sie zusätzlich darauf, dass die technischen Kennwerte im Angebot stehen, denn genau diese Werte braucht der Energieeffizienz-Experte später für den Antrag.
Fazit: Erst rechnen, dann fördern lassen, dann beauftragen
Ein Renovierungskosten Rechner liefert Ihnen eine erste Hausnummer, mehr nicht. Wer verlässlich planen will, kalkuliert mit realistischen Kennwerten pro Maßnahme, holt konkrete Angebote ein und rechnet einen ehrlichen Puffer ein. Der entscheidende Hebel liegt aber im letzten Schritt, den die meisten Rechner ignorieren: Bei energetischen Maßnahmen übernimmt der Staat 15 bis 80 Prozent der Kosten, und schon bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus summiert sich das auf einen fünfstelligen Betrag. Voraussetzung ist einzig die richtige Reihenfolge: Der Förderantrag muss vor der Beauftragung gestellt sein.
Rechnen Sie die Förderung in Ihr Budget ein. Sie haben Ihre Renovierungskosten jetzt im Blick. Der Förderrechner von sofort-foerderung.de zeigt Ihnen den zweiten Teil der Rechnung: wie viel Zuschuss für Ihre Maßnahmen möglich ist. Wenn Sie möchten, übernimmt sofort-foerderung.de anschließend die gesamte Antragstellung, bezahlt wird erst bei erfolgreicher Bewilligung.
Häufige Fragen zum Renovierungskosten Rechner
Wie genau sind Online Renovierungskosten Rechner wirklich?
Online Rechner arbeiten mit bundesweiten Durchschnittswerten und wenigen Eingabefeldern, meist Wohnfläche, Baujahr und einer groben Maßnahmenauswahl. Damit lässt sich eine Größenordnung ermitteln, aber kein belastbares Budget. In der Praxis weichen die Ergebnisse häufig um 20 bis 30 Prozent von den tatsächlichen Kosten ab, im Altbau auch deutlich mehr. Die größten Unschärfen entstehen durch regionale Preisunterschiede bei Handwerkern, den individuellen Gebäudezustand und die gewählte Ausstattungsqualität. Sinnvoll eingesetzt ist ein Rechner der Startpunkt einer Kalkulation, niemals ihr Ergebnis. Belastbar wird die Zahl erst durch konkrete Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region.
Was kostet eine Komplettrenovierung pro Quadratmeter?
Das hängt vor allem von der Eingriffstiefe ab. Eine oberflächliche Auffrischung mit Malerarbeiten und neuen Böden liegt bei etwa 100 bis 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Eine umfassende Modernisierung mit neuem Bad, erneuerter Elektrik und einzelnen energetischen Maßnahmen bewegt sich zwischen 400 und 800 Euro. Eine Kernsanierung, bei der Haustechnik, Grundrisse und Gebäudehülle grundlegend erneuert werden, beginnt bei rund 1.000 Euro pro Quadratmeter und kann bei anspruchsvollen Altbauten auch 2.000 Euro und mehr erreichen. Für ein Haus mit 140 Quadratmetern bedeutet das eine Spanne von etwa 15.000 Euro bis weit über 200.000 Euro, je nachdem, was tatsächlich gemacht wird.
Kann ich Renovierungskosten von der Steuer absetzen?
Ja, in mehreren Varianten. Für selbstgenutzte Immobilien gibt es den Handwerkerbonus: 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal 1.200 Euro pro Jahr, werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Wichtig sind eine Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten und die Zahlung per Überweisung. Für energetische Maßnahmen existiert zusätzlich ein eigener Steuerbonus: 20 Prozent der gesamten Kosten, verteilt über drei Jahre, bis zu 40.000 Euro pro Objekt. Dieser Steuerbonus ist eine Alternative zur BEG Förderung, beides zusammen für dieselbe Maßnahme geht nicht. In den meisten Fällen ist der direkte Zuschuss die bessere Wahl, weil das Geld sofort fließt und nicht von der Höhe der Steuerschuld abhängt. Vermieter setzen Renovierungskosten dagegen als Werbungskosten ab. Für die individuelle Bewertung lohnt der Blick mit dem Steuerberater.
In welcher Reihenfolge sollte ich renovieren?
Die bewährte Grundregel lautet: von außen nach innen und von der Technik zur Oberfläche. Zuerst kommen Dach und Gebäudehülle, also Dämmung, Fenster und Türen, denn diese Arbeiten verursachen Schmutz und beeinflussen alles Weitere. Danach folgt die Haustechnik, insbesondere Elektrik, Sanitärleitungen und Heizung. Erst zum Schluss sind Oberflächen wie Putz, Maler und Böden an der Reihe. Ein wichtiger fachlicher Zusammenhang dabei: Die Heizung sollte idealerweise nach oder zusammen mit der Dämmung geplant werden, denn ein gedämmtes Haus braucht eine kleinere und damit günstigere Anlage. Wer die Wärmepumpe vor der Dämmung dimensioniert, kauft im Zweifel zu groß ein.
Wie viel Puffer sollte ich bei den Renovierungskosten einplanen?
Als Faustregel gelten 10 bis 20 Prozent auf die kalkulierte Gesamtsumme. Bei einem gepflegten Gebäude jüngeren Baujahrs mit überschaubaren Maßnahmen reichen 10 Prozent meist aus. Beim Altbau sollten es 20 Prozent sein, denn dort tauchen Überraschungen fast immer erst auf, wenn Wände geöffnet oder Böden herausgenommen werden: feuchtes Mauerwerk, veraltete Leitungen, tragende Bauteile in schlechterem Zustand als gedacht. Der Puffer ist kein Zeichen schlechter Planung, sondern Teil einer guten. Wird er nicht gebraucht, bleibt am Ende Geld übrig. Fehlt er, geraten mitten im Projekt die Finanzierung und der Zeitplan unter Druck.
Welche Renovierungsarbeiten werden staatlich gefördert?
Gefördert wird alles, was den energetischen Zustand des Gebäudes verbessert. Über das BAFA sind das Maßnahmen an der Gebäudehülle: neue Fenster und Außentüren, Dämmung von Dach, Fassade, Geschossdecken und Kellerdecke sowie sommerlicher Wärmeschutz, jeweils mit 15 Prozent Zuschuss8 mit iSFP sind ab der zweiten signifikanten Maßnahme aus dem Fahrplan 5 Prozentpunkte zusätzlich auf den Kostenanteil über 30.000 Euro möglich. Ebenfalls über das BAFA laufen Lüftungsanlagen und die Optimierung bestehender Heizungen. Der Austausch der Heizung selbst, etwa gegen eine Wärmepumpe, wird über die KfW mit bis zu 80 Prozent bezuschusst. Nicht gefördert werden rein optische Arbeiten wie Malern, Böden oder die Badmodernisierung, hier bleibt der steuerliche Weg. Ob Ihre konkrete Maßnahme förderfähig ist und mit welchem Satz, zeigt Ihnen der Förderrechner von sofort-foerderung.de in wenigen Minuten.
Fördermittel einfach und sicher beantragen
Die richtige Förderung zu finden ist oft nur der erste Schritt. Entscheidend ist, dass der Antrag vollständig, korrekt und rechtzeitig gestellt wird, damit Sie die möglichen Zuschüsse auch tatsächlich erhalten.
Genau dabei unterstützen wir Sie.
Über unser Formular können Sie schnell und unkompliziert prüfen lassen, welche Fördermittel für Ihr Vorhaben infrage kommen. Unsere Experten begleiten Sie bei Bedarf durch den gesamten Prozess, von der Förderprüfung bis zur Antragstellung.
Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular und lassen Sie Ihre Fördermöglichkeiten unverbindlich prüfen.
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